Entdecken Sie die Buchecker für sich.

Die Reise der Buchecker vom Wald auf den Teller

Die Frucht der Rotbuche

Im Herbst trägt die Rotbuche ihre Früchte. Diese Samen sind Nüsse in der Größe von Pinienkernen, die Bucheckern genannt werden. Knapp 40 Jahre muss eine Buche mindestens gewachsen sein und einen Sommer mit der richtigen Witterung durchleben, damit sie ihre kostbaren, goldenen Früchte wachsen lässt. Dabei sieht die Buche keine Pestizide oder Dünger. die Permakultur Wald sorgt für eine reiche Ernte. Biologischer könnte ein Lebensmittel nicht wachsen. Mit zunehmender Wertschätzung für diesen Schatz steigt der forstwirtschaftliche Wert der Buche und eine alternde Rotbuche wird wertvoller als ihr Holz. 

Naturschonende Ernte

Mit dem ersten Frost wirft die Buche ihre Nüsse ab. Für die Entnahme der Bucheckern aus der natürlichen Permakultur des Waldes haben wir in Zusammenarbeit mit den staatlichen Forstbetrieben ein Konzept entwickelt, damit Naturverjüngung und Tiere von einer Ernte unbeeinflusst bleiben.  Unsere nachhaltiges und Technologie gestütztes Ernteverfahren setzt auf die menschliche Arbeitskraft. Auf dem wertvollen Waldboden werden somit außerhalb der Wege keine Maschinen bewegt. Weitmaschige Netz stellen sicher, dass genug Buchensamen im Waldboden verbleiben. 

Natürliche Trocknung

Nach der Ernte müssen die Früchte getrocknet werden, damit sie nicht verderben. Wir stellen die höchsten Anforderungen an diesen Schritt um die beste Qualität unter dem Einsatz regenerativer Energie zu erreichen. Die Trocknung erfolgt durch ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Handarbeit und Technik in biologisch-zertifizierten Fachbetrieben.

Lebensmittel Veredelung 

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Buchecker erfordern handwerkliches Fingerspitzengefühl für eine schonende Veredelung. Rohe Bucheckern sind nur in kleinen Mengen für Erwachsene genießbar. Wie auch andere Nüsse (z.B. Mandeln), besitzen Buchecker Säuren, die in großen Mengen schwerverdaulich sein können.  Mit einem naturnahen Verfahren und wohldosierten Erhitzen bleiben nur der kernig-nussige Geschmack, das feine Waldaroma und die wertvollen Nährstoffe erhalten.

Warum wir die Buchecker essen sollten:

Wertvolles

Superfood

Die Nuss der Rotbuche (Buchecker) liefert wertvolle ungesättigte Fettsäuren und ist eine hochwertige, rein pflanzliche Proteinquelle. Zusätzlich enthält sie wichtige Vitamine (B1, B6 und Folsäure) sowie wertvolle Mineralstoffen wie Eisen, Kupfer und Zink. 

Natürlich 

lecker

Der Geschmack der Buchecker weckt Erinnerungen an frischen Wald und schmeckt nach einer Mischung aus Walnuss, Haselnuss und Edelkastanie. Vielleicht erinnert Sie das nussige Aroma auch an Ihre Kindheit als Sie selbst Bucheckern gesammelt haben...

Aktive

Nachhaltigkeit

Waldbesitzer verdienen an der Buchecker. Anstatt sie abzuholzen, wird es attraktiver alte Buchen zu kultivieren. Folglich wird CO² von der Buche verbraucht und eingelagert. Je mehr Buchen wachsen und stehen bleiben, desto mehr CO² wird der Atmosphäre entzogen

Die Geschichte und Bedeutung von

Buchen und Bucheckern

Nach der Eiszeit vor ca. 11.000 Jahren, waren Bäume, insbesondere Eichenbäume die ersten Bäume in unseren Breitengraden, insbesondere im Rheintal. 3.000 Jahre später ist das heutige Deutschland vollständig mit Wald bedeckt. In der Jungsteinzeit beginnen die Menschen Flächen für Ackerbau zu roden und nutzen gleichzeitig das Holz zum Kochen, Bauen und Heizen. Da die Transportwege des Holzes für die Menschen kurz sein müssen, ziehen die Menschen nach einigen Jahren weiter. Auf den gerodeten Flächen siedeln sich wieder Jungbäume an. Aufgrund des schnelleren und vor allem höheren Wuchses, dominierte die Buche sehr schnell die Wälder. Schon unter den Jägern und Sammlern werden die Früchte der Buche, die Buchecker geschätzt. Die schmackhafte Nuss mit hohem Energiegehalt liefert gesunde Fette und Proteine, ist aber auch Lieferant wichtiger Mineralstoffe und Spurenelementen. 

Erst mit dem Aufkommen der industriellen Forstwirtschaft und der gezielten Anpflanzung anderer Baumarten für den Holzeinschlag mit höherem reinen Holzertrag, wurde die Buche in unseren heimischen Wäldern zurückgedrängt und ist heute zwar immer noch der häufigste Laubbaum in Wald, machen dennoch nur noch ca. 15% des Baumbestandes aus. Heutzutage ist die Fichte der häufigste Baum in heimischen Wäldern. Sowohl die Buche, wie auch die Fichte leiden unter dem aktuellen Klimawandel. Jedoch verdichten sich die Anzeichen, dass die Buche mit den durch den Klimawandel einhergehenden höheren Temperaturen besser zurecht kommt. Dies ist auch nachvollziehbar, da Fichten ohne menschliches Eingreifen historisch eher in höheren Höhenlagen, folglich per se kälteren Temperaturen vor kam. Hinzu kommt der Borkenkäfer. 

Die Bedeutung der Buche wird folglich auch in der Forstwirtschaft in der Zukunft wieder zunehmen. Das Holz der Buche hat eine deutlich höhere Holzdichte als Nadelbäume, insbesondere die Fichte. Bei gleichem Holzvolumen ist die Buche folglich in der Lage deutlich mehr CO² einzuspeichern als Bäume mit geringerer Dichte. Die Buche wird im Kampf gegen den Klimawandel folglich auch einen entscheidenden Beitrag leisten können, sofern neue Flächen mit Buchen aufgeforstet werden. 

Die Evolution der Buche, analog zu anderen Baumarten, hat aufgrund des hohen Nährwertes und somit wertvolles Nahrungsmittel für alle Waldbewohner als Fortpflanzungsstrategie einen Zyklus bei der Samenbildung entwickelt. So trägt die Buche nicht jedes Jahr Früchte, sondern in Zyklen von 3-10 Jahren. Auch scheinen die Buchen sich auf größeren Flächen abzustimmen, so dass diese alle im gleichen Jahr Früchte tragen. Dies führt dazu, dass wenn es in einem Jahr zu einer Mast, wie dieses Phänomen forstwirtschaftlich heißt, kommt, so viele Bucheckern vorhanden sind, dass die Waldbewohner dieses Nahrungsangebot nicht ansatzweise verbrauchen können, sodass die Buche auf jeden Fall Nachkommen erzeugen kann. 

Dieses Phänomen haben sich die Menschen schon frühzeitig erkannt und zu nutze gemacht. So wurden in solch einem Jahr insbesondere die Schweine in den Wald zur Mast getrieben und es entstand der Begriff “Mastjahre”, wie heute Jahre mit vielen Bucheckern bezeichnet werden. 

Die Menschen selbst haben diese wertvolle Nahrungsquelle selbst auch weiterhin genutzt. Die Bedeutung von Nüssen für eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist zwar wissenschaftlich noch nicht Ewigkeiten belegt, jedoch hatten die Menschen damals ein Gespür. Die Buchecker ist die in diesen Breitengraden heimisches und häufigste Nuss gewesen. 

Insbesondere in Notzeiten im 20. Jahrhundert wurde die Buchecker immer wieder intensiv für den menschliche Nahrung genutzt. Allerdings erforderte sowohl die Ernte, aber auch insbesondere die Weiterverarbeitung wie das Schälen einen hohen Einsatz an menschlicher Arbeitskraft. Mit zunehmender Industrialisierung stieg der Preis der menschlichen Arbeitskraft, sodass die Ernte der Buchecker nicht mehr wettbewerbsfähig zu anderen Nussarten, welche in Plantagen angepflanzt werden können, erfolgen konnte. Neben den hohen Kosten für die menschliche Arbeitskraft liegt diese mangelnden Wettbewerbsfähigkeit auch daran, dass externe Kosten, welche durch den Anbau in Plantagen und den Einsatz von Pestiziden einhergehen, in der Vergangenheit vernachlässigt wurden. 

Das Bewusstsein für diese externen Faktoren ist in den letzten Jahren massiv gestiegen, gleichzeitig erlauben die technologischen Fortschritte neue Ernte- und Veredelungstechniken, welche eine Wiedererschließung der Buchecker für die menschliche Nahrung möglich macht. 

So können Arbeitskräfte durch den Einsatz digitaler Technologien exakt an die Buchen geschickt werden, welche das höchste Ertragspotenzial in diesem Jahr aufweisen. Dies steigert die menschliche Effizienz und reduziert gleichzeitig den Eingriff in den Wald, da kein unnötigen Wege zur Suche notwendig sind. 

Auch in der Veredelung erlauben IT-gestützte Prozess hohe Qualitätsstandards und präzise Schälmethoden. 

Dies ermöglicht eine wettbewerbsfähige Erschließung der Buchecker für die Menschliche Nahrung. Gleichzeitig wird das Nahrungsangebot für die Menschen vervielfältigt und ein heimisches und schmackhaftes Superfood landet wieder im Kreislauf der menschlichen Nahrungskette. 

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